Sonntag, 7. Dezember 2008

Frohe Weihnachten!!


Liebe Freunde in Deutschland, den USA und auf jedem erdenklichen Fleckchen dieser Erde,

die Vorweihnachtszeit ist bereits in vollem Gange und ich versuche sie so gut es geht zu genießen.. auch wenn in Shanghai nicht unbedingt Glühweinstimmung aufkommt! Dennoch möchte ich Euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit und tolle Partys wünschen!! Ich freue mich, einige von Euch am letzten Wochenende vor Weihnachten zu sehen und kann es kaum erwarten. Ab dem 13.12. bin ich wieder in Deutschland, genauer in Lähden und zwar unter der Nummer meiner Eltern zu erreichen!
Der schöne Weihnachtsbaum oben steht übrigens im Hotel Shangri-La in Shanghai, wo ich am Samstag zusammen mit Heiko ein köstliches Schokoladenbuffet genießen durfte und somit durchaus in Weihachtsstimmung bin! Es war groooßartig.
Bis bald und wundert Euch nicht, wenn es jetzt länger keine Einträge gibt. Ab Freitag hab ich Urlaub und den genieße ich völlig ohne Internet..
Zai jian aus Shanghai!!!!

Montag, 1. Dezember 2008

Pudong.. auf der anderen Seite des Flusses


Für alle, die sich fragen, was es auf der anderen Seite des Pu gibt, sende ich euch ein Bild, das den Blick auf eines der höchsten Gebäude der Welt zeigt. Und wenn das nicht schon großartig genug wäre, muss ich noch hinzufügen, dass es der Blick aus Heikos Wohnung ist. Das Blau des Himmels ist übrigens nicht am Computer bearbeitet, sondern wirklich so klar und die untergehende Sonne zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Pudong ist im Vergleich zur Puxi-Seite (kleine Spracherklärung: Xi ist Westen und Dong ist Osten, also westlich oder östlich vom Fluss Pu!) eine neue Siedlung der Millionenmetropole Shanghai und für Geschäftsleute besonders interessant, da hier die Banken und neuen Firmen ihren Sitz haben. Es ist sehr modern und neu angelegt, was man an den sauberen Gehsteigen und den schicken Compounds erkennen kann. Leider wäre es für mich zu weit von der Schule entfernt, weshalb ich in Puxi lebe, aber der Blick auf den Bund und den glitzernden "Flaschenöffner" entschädigt meiner Meinung nach sehr für ein Leben auf "der anderen Seite des Flusses".

Internationaler Marathon in Shanghai


An diesem Event kam am Sonntag niemand vorbei: der Shanghai Marathon. Ja, ich weiß, das ist nur was für Verrückte, die nicht wissen, was sie in der Zeit von 42, irgendwas.. Kilometern machen könnten. Hinzu kommt, dass ich am Sonntag aus meiner solidarischen Ader (Heiko musste ja auch raus) um 6h aufstehen musste, da wir um 7 am Bund sein mussten!! Puhh!! Aber: ich war da! Wenngleich auch nur als Zuschauerin. Vielleicht erinnern sich einige an meine Knie-OP und falls nicht, erzähle ich es immer wieder gern. Der "unhappy trial" vom Januar ist nun fast ein Jahr her, aber er schmerzt immer noch und da ich mich nicht gern bei Kälte in die Laufschuhe zwänge, beobachtete ich gespannt vom Straßenrand. Außerdem musste der Proviant vom Start zum Ziel getragen werde und das erledigte ich gern.
Heiko und Conny und viele andere meiner Kollegen liefen den kleinen Lauf (4,3 km) und waren schon nach einer halben Stunde wieder am umjubelten Ziel. Eines können die Chinesen: Feiern! Ob im Kommunismus-Rot oder im McDonald Kostüm, wer nackt laufen möchte, darf selbstverständlich auch das. Leider hab ich es nicht gesehen, aber dafür wurde ich Zeuge, wie ein Ordner eine Frau, die gerade unter der Laufabsperrung auf die andere Straßenseite wechseln wollte, an den Haaren zurückzog, sie wüst beschimpfte (ich glaube wenigstens, dass es Beleidigungen waren!) und dann sogar körperlich attackierte. Wenngleich die Frau dem in nichts nachstand möchte ich dennoch betonen, dass ich das als sehr schockierend und respektlos empfand! Ist das auch China? Offensichtlich - und es ist nicht unbedingt eine sympathische Seite.
Nur zwei Minuten später lief eine Amerikanerin ganz mutterseelenallein auf der abgesteckten Strecke (sie war also TEILNEHMERIN) und wurde von einem Fahrradfahrer, der sich unter der Absperrung durchgemogelt hatte, umgefahren! Das muss man sich mal vorstellen. Wenn er nur eine Sekunde gewartet hätte, hätte er im Schritttempo HINTER ihr über die Straße gekonnt. Nein: er fährt sie um! Das ist so, als wenn du im Fußballstadion mit 60.000 Zuschauern vom Ball getroffen wirst. Es war zu skurril, ich musste lachen und nachdem sich die Amerikanerin ihr Knie gerieben hatte, sah sie mich an und rief nur: Damn China! Tja, was soll ich sagen...
Und noch etwas: nächstes Jahr laufe ich den Halbmarathon! Ich will auch eine Begegnung mit einem Chinesen, der es wagt meinen Lauf zu unterbrechen!!!