Sonntag, 26. April 2009

Thailand - ein besonderes Urlaubsvergnügen

Der Urlaub in Hua Hin war nicht nur ein Erlebnis der tropischen Art, sondern Erholung und Entspannung pur. Die Flugreise dauerte gerade mal vier Stunden, was mittlerweile ein Klacks ist, denn in China werden Entfernungen anders empfunden als zum Beispiel in Deutschland. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie oft Deutschland in China passt... geografisch gesehen.
In Bangkok angekommen erwartete uns die Hitze, die wir ja bereits aus Shangahi gewöhnt sind, allerdings noch nicht im April. Der Transfer zum Apartment funktionierte reibungslos und am nächsten Tag gings dann auch gleich in die "Stadt" und an den Strand. Das abgebildetete Foto zeigt die kulinarischen Köstlichkeiten auf dem Nachtmarkt, den wir jeden Abend zum Essen aufsuchten. Aber vorsicht: thailändische Küche ist sehr scharf und kaum zu genießen, wenn man noch halbwegs funktionierende Geschmacksnerven hat. Aber selbst wenn man schwitzend am Tisch sitzt und mit kühler Cola versucht zu retten, was noch zu retten ist, wird man dennoch freundlich und offen angelächelt, was mich zum nächsten Punkt bringt, warum Thailand das ideale Urlaubsziel ist: die Menschen dort sind sehr freundlich und versprühen eine wunderbare, gute Laune!
Natürlich könnte ich auch von der morgendlichen Schlacht um die besten Liegen am Pool mit finnischen und deutschen Touristen berichten, aber ich spare mir das. Vielmehr beschreibe ich den azurblauen Himmel, das badewannenwarme Wasser und den feinsandingen Strand, der eine Woche voller Erholung bot.
Einen Ausflug ins Hinterland wagten wir auch und ritten auf einem Elefanten, den Heiko sicher durch noch so tiefe Schlammlöcher manövrierte. Mir ist doch tatsächlich schlecht geworden!
Erst durch besorgte Telefonanrufe aus Deutschland wurden wir auf die politischen Unruhen aufmerksam gemacht, von denen wir bis dahin überhaupt nichts mitbekamen. Auch in der Hauptstadt konnten wir ungehindert passieren und zum Flughafen gelangen.
Mit einem weinenden und einem lachenden Auge kamen wir dann wieder in Shanghai an. Endlich wieder in China - wenn auch bei strömenden Regen und einem, wie könnte es anders sein, spuckenden Taxifahrer! Willkommen zu Hause!

Mittwoch, 1. April 2009

Frühjahrsmüdigkeit ade!


So, jetzt habe ich langsam keine Lust mehr auf die Kälte. Der Sommer kann kommen. Wir überspringen hier ja einfach den Frühling und starten direkt mit 36 Grad - genauer gesagt in Thailand. Denn da gehts bald hin. Die Osterferien versprechen also warm zu werden.
In Shanghai scheint jeden Tag die Sonne und wenn man richtig sitzt, wird einem auch warm, aber wehe sie versteckt sich hinter einer Wolke... brrrr.
Den Chinesen sieht man es auch an. In der UBahn schlafen sie am liebsten.
Ich wünsche Euch allen Frohe Ostern!!! Und an alle Lehrer : Schöne Ferien!!!!

Sonntag, 1. März 2009


In China gibt es die kleinsten Hunde der Welt,

und wers nicht glaubt, der fährt am besten Mal nach Nanjing und heftet seinen Blick auf den Boden. Da kann es passieren, dass man plötzlich von einem kleinen, wuscheligen, pinken Etwas angehechelt wird - nein, ist das ein Hund? Ja und es hat sogar vier Beine, eine kleine Zunge und eine Stimmorgan, weshalb es auch bellen kann.
Damit das Kleine nicht so schrecklich friert, hat es sogar ein Jäckchen an! Wie knuffig! Die Chinesen sind hin und weg. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und tippe darauf, dass es ein Mädchen ist.. Aber man kann in China nie wissen....

Montag, 26. Januar 2009


Willkommen im Jahr des Ochsen

Ich war mir durchaus der Tatsache bewusst, dass die Chinesen das Schießpulver erfunden haben. Außerdem ist mir auch klar, dass die Chinesen feiern und das am liebsten in der Farbe rot... Was mir nicht klar war ist, dass der Ausspruch meiner Kollegen durchaus seine Berechtigung hat: An chinese new year ist Krieg in Shanghai!!
Die Chinesen interessieren sich nicht so sehr für unser Datum des Jahreswechsels, sondern leben nach ihrem "chinesischen Mondkalender". Und genau der ist es, der am 26.01. das Jahr des Ochsen einläutet.. Nein, sagen wir durch ein Inferno an Knallern ankündigt. Tatsächlich freute ich mich sehr über das Feuerwerk, da es sozusagen mir zu Ehren veranstaltet wurde :-)
Ja, am 25. feierte ich meinen Geburtstag. Ich sage jetzt nicht, wie alt ich geworden bin. Für die Kenner des chinesischen Mondkalenders wird es ausreichen zu wissen, dass ich im Jahr des Affen geboren bin! (Was sich nach ausgiebiger Lektüre übrigens als sehr positiv herausstellte!!)
Der Jahreswechsel war wie gesagt sehr laut und farbenprächtig. Leider habe ich den Höhepunkt komplett verschlafen.
Das Jahr des Ochsen ist zwar nicht so sehnsüchtig erwartet worden wie das Jahr des goldenen Schweins, aber auch der Ochse verspricht gute Anzeichen für das neue Lebensjahr, da er für harte Arbeit und guten Ertrag steht. Verlässlichen Quellen zufolge soll es im Jahr des goldenen Schweins überdurchschnittlich viele Geburten gegeben haben, da Schweinejahrgeborene dem Mythos nach reich werden. Und wenn die Chinesen eines für ihre Kinder tun können, dann ist es das Mindeste sie in das richtige Jahr zu gebären.
Beim Spaziergang im Yu Garten entdeckten Heiko und ich eine extrem kitschige Deko an der berühmten Zickzackbrücke, die in liebevoller Kleinstarbeit von Chinesen erstellt wurde und den Touristen (und bestimmt auch den Chinesen) erklärt, dass das Jahr vier Jahreszeiten hat (Acht echt!) und der Ochse in all jenen an der harten Arbeit der Menschen (Felderbestellen etc.) beteiligt ist und dementsprechend auch gewürdigt werden muss! Foto raus - na klar. ich stell mich tourlike davor!
Der Yu Garten ist eine nette Abwechslung zum Shanghaiflair und könnte, wenn er nicht zu sehr von englisch- und deutschsprechenden Langnasen überlaufen wäre, sehr erholsam sein. 30 RMB kostet der Eintritt, was schon fast eine Unverschämtheit ist aber hey, was tut man nicht alles für die Denkmalpflege. Das umliegende Viertel ist eine Tourimeile, die aus typischen chinesischen Häusern besteht, die alle mit Souvenierhändlern besetzt sind. "Watchbags!" "Come on Lady, looki looki!" - ich kann es nicht mehr hören und sage souverän: wo tschü ja li! Ich wohne hier!! Aha, ich sehe wie es in dem Hirn der Chinesin klickt und sie mich auf chinesisch anspricht. Leider verstehe ich das dann nicht mehr; habe mir aber fest vorgenommen bald Unterricht zu nehmen. Mein neuer Stundenplan wird es sicherlich zulassen.
Jetzt habe ich eine Woche Ferien und dann gehts wieder los. In der Schule läuft alles gut, ich bin sehr zufrieden...
Bald gibts weitere Neuigkeiten!! Viele Grüße aus Shanghai!!!!

Montag, 12. Januar 2009

Und wieder in Shanghai


Es war ein wunderbares Gefühl, die Kontrollen am Pudong Flughafen zu verlassen, den Koffer durch die Schranken zu manövrieren und endlich, endlich wieder daheim zu sein. Ja, ich habe mich auf Shanghai gefreut. Den Flug über Dubai (siehe Foto) brachte ich in Rekordzeit hinter mich und landetete am 04.01. wieder in China. Erstaunlicherweise überkam mich gar keine Müdigkeit und so hatte ich die ganze Nacht Zeit mir Gedanken über den Ausdruck "Jetlag" zu machen. An dem Abend wusste ich nicht, was das ist. Das stellte sich dann am nächsten Tag ein. Lehrerkollegen werden das Gefühl kennen, gleich am ersten Schultag den Eindruck zu haben, dass man nie weg gewesen ist. In der Tat hat einen die Schule schon wieder fest in ihren Händen. Am Freitag müssen die Zeugnisnoten feststehen.
Ansonsten ist hier alles noch beim Alten.. Ach nein, ich habe mich doch tatsächlich im Fitnessstudio angemeldet und tingle jetzt brav abends in die miefigen Hallen eines Terra Fitness Clubs. Da der Sommerurlaub kommt (Australien yeah!!), muss eine annehmbare Figur her. Dank Mamas Kochkünsten und einer unwiderstehlichen Weihnachtsküche müssen die Pfunde wieder runter. Aber wer kennt das nicht?
Zu Hause in Deutschland war es sehr schön. Es war wunderbar, Euch alle wiederzusehen und den kalten, deutschen Winter zu erleben. Weihnachten im Kreise der Familie.. und Sylvester auf einer Nordseeinsel, die ich bisher noch nicht kannte. Langeoog ist eine Miniaturausgabe und verdient das Prädikat "niedlich". Auf alle Fälle erholsam und romantisch. Lange Spaziergänge am Strand, gutes Essen und Gespräche. Das war toll.
Was gibts über das neue Jahr 2009 zu sagen? Urlaub ist in Planung, Freundschaften werden vertieft und China muss weiter erkundet werden.
Der gestrige Gang in die Altstadt war auf jeden Fall wieder sehr wichtig um nicht zu vergessen, wo wir hier eigentlich leben :-)
Ich wünsche Euch allen einen guten Start ins Jahr 2009!!!!
Allerdings werdet Ihr kaum meinen Rekord von 6 Sternschnuppen um dem Jahreswechsel herum brechen!! Wenn ja, schreibt es mir!!! Ich bin gespannt!!!

Sonntag, 7. Dezember 2008

Frohe Weihnachten!!


Liebe Freunde in Deutschland, den USA und auf jedem erdenklichen Fleckchen dieser Erde,

die Vorweihnachtszeit ist bereits in vollem Gange und ich versuche sie so gut es geht zu genießen.. auch wenn in Shanghai nicht unbedingt Glühweinstimmung aufkommt! Dennoch möchte ich Euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit und tolle Partys wünschen!! Ich freue mich, einige von Euch am letzten Wochenende vor Weihnachten zu sehen und kann es kaum erwarten. Ab dem 13.12. bin ich wieder in Deutschland, genauer in Lähden und zwar unter der Nummer meiner Eltern zu erreichen!
Der schöne Weihnachtsbaum oben steht übrigens im Hotel Shangri-La in Shanghai, wo ich am Samstag zusammen mit Heiko ein köstliches Schokoladenbuffet genießen durfte und somit durchaus in Weihachtsstimmung bin! Es war groooßartig.
Bis bald und wundert Euch nicht, wenn es jetzt länger keine Einträge gibt. Ab Freitag hab ich Urlaub und den genieße ich völlig ohne Internet..
Zai jian aus Shanghai!!!!

Montag, 1. Dezember 2008

Pudong.. auf der anderen Seite des Flusses


Für alle, die sich fragen, was es auf der anderen Seite des Pu gibt, sende ich euch ein Bild, das den Blick auf eines der höchsten Gebäude der Welt zeigt. Und wenn das nicht schon großartig genug wäre, muss ich noch hinzufügen, dass es der Blick aus Heikos Wohnung ist. Das Blau des Himmels ist übrigens nicht am Computer bearbeitet, sondern wirklich so klar und die untergehende Sonne zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Pudong ist im Vergleich zur Puxi-Seite (kleine Spracherklärung: Xi ist Westen und Dong ist Osten, also westlich oder östlich vom Fluss Pu!) eine neue Siedlung der Millionenmetropole Shanghai und für Geschäftsleute besonders interessant, da hier die Banken und neuen Firmen ihren Sitz haben. Es ist sehr modern und neu angelegt, was man an den sauberen Gehsteigen und den schicken Compounds erkennen kann. Leider wäre es für mich zu weit von der Schule entfernt, weshalb ich in Puxi lebe, aber der Blick auf den Bund und den glitzernden "Flaschenöffner" entschädigt meiner Meinung nach sehr für ein Leben auf "der anderen Seite des Flusses".